Rad-Pacing-Rechner — wie schnell fährst du deine Strecke?
Beim Radfahren steuerst du nicht die Geschwindigkeit, sondern die Leistung. Wie schnell du am Ende bist, entscheidet die Physik: dein Gewicht, dein Luftwiderstand, der Rollwiderstand und vor allem das Höhenprofil der Strecke. Lade deine Route als GPX hoch und sieh, wie du sie bei einer Zielleistung fährst.
Der Rechner löst für jeden Kilometer deiner Strecke aus der Zielleistung die resultierende Geschwindigkeit — über dieselbe physikalische Grundlage, die auch Profi-Tools nutzen. Du bekommst eine geschätzte Gesamtzeit, die Geschwindigkeit pro Abschnitt und ein Gefühl dafür, wie stark Position und Gewicht deine Zeit beeinflussen. Alles läuft in deinem Browser; deine GPX-Datei wird nirgendwo hochgeladen.
| km | Steigung | Tempo | Zeit |
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Modellschätzung, keine Vorhersage: Die Verteilung über die Strecke (wo schnell, wo langsam) ist robust. Die absolute Zeit hängt stark vom Luftwiderstand (CdA) ab und liegt bei realen Rennen wegen Kurven, Wenden, Wind und schwankender Leistung meist etwas höher. Nutze die Zahl zur Planung, nicht als Garantie.
Warum die Zielleistung fast alles bestimmt
Beim Laufen steuerst du direkt über das Tempo. Auf dem Rad ist das anders: Du trittst mit einer bestimmten Leistung, und wie schnell du damit fährst, ergibt sich aus dem Kräftegleichgewicht. Gegen dich arbeiten drei Widerstände — die Schwerkraft am Anstieg, der Rollwiderstand der Reifen und der Luftwiderstand. Der Rechner löst dieses Gleichgewicht für jeden Abschnitt: gegebene Leistung, gegebene Steigung, gesuchte Geschwindigkeit.
Der wichtigste einzelne Faktor bei zügigem Tempo ist der Luftwiderstand, ausgedrückt als CdA. Weil er mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst, verschlingt er auf flachen, schnellen Strecken den Großteil deiner Leistung. Deshalb ist die Sitzposition oft wichtiger als ein paar Watt mehr — ein Punkt, den der Rechner dir direkt vorrechnet, wenn du eine aufrechte Position wählst.
Wie du den Rechner nutzt
Lade eine GPX deiner Rennstrecke oder einer Trainingsrunde hoch — die meisten Radcomputer und Plattformen exportieren sie. Gib deine Zielleistung ein (wenn du deine FTP kennst, sind 70–85 % ein guter Startwert für eine längere Ausfahrt), dein Systemgewicht und deine Sitzposition. Der Rechner zeigt dann die geschätzte Zeit, das Höhenprofil und die Geschwindigkeit Kilometer für Kilometer.
Spiel mit den Werten. Erhöhe die Leistung um 20 Watt und sieh, wie wenig Zeit das auf einer windigen, flachen Strecke bringt. Wechsle dann von aufrecht auf Aero — oft ist der Zeitgewinn größer. Genau dieses Gefühl für die Hebel ist der eigentliche Wert des Rechners.
Von der konstanten Leistung zum echten Pacing-Plan
Dieser Rechner arbeitet mit einer konstanten Zielleistung — er zeigt, wie sich diese eine Leistung über die Strecke in Geschwindigkeit übersetzt. Das echte Pacing-Optimum sieht anders aus: Am Anstieg lohnt es sich, etwas mehr zu drücken (dort verlierst du am meisten Zeit), auf der Abfahrt etwas weniger (dort arbeitet ohnehin die Schwerkraft). Diese variable Wattverteilung — zusammen mit Wind- und Wetterkorrektur für den Renntag — ist Teil des erweiterten Pacing-Plans in der Yama-App. Der Rechner hier gibt dir die solide Grundlage; die App macht daraus einen Renntag-Plan.
Den vollen Pacing-Plan in Yama
Variable Wattverteilung, Wind- und Wetterkorrektur und ein Race-Day-Plan für deine Rennen — gebaut auf demselben Modell wie dieser Rechner.
Yama kostenlos testenHäufige Fragen
Wie genau ist die geschätzte Radzeit?
Die relative Verteilung — wo du schnell und wo langsam bist — ist robust. Die absolute Gesamtzeit hängt stark von deinem Luftwiderstand ab; sieh sie als Modellschätzung. Reale Rennen sind wegen Kurven, Wenden, Wind und schwankender Leistung meist etwas langsamer.
Was ist CdA und warum ist er so wichtig?
CdA ist dein effektiver Luftwiderstand. Er dominiert die Radzeit oberhalb von etwa 30 km/h. Richtwerte: Zeitfahrposition rund 0,24, Unterlenker etwa 0,30, aufrecht rund 0,32.
Brauche ich einen Powermeter?
Nein. Gib irgendeine Zielleistung ein — kennst du deine FTP, sind 70–85 % ein guter Richtwert. Ohne Powermeter probierst du Werte durch und siehst, wie Zeit und Tempo reagieren.
Warum unterscheidet sich die Wattzahl bergauf und bergab?
In diesem Rechner rechnest du mit konstanter Leistung. Der Pacing-Gewinn durch variable Verteilung (bergauf mehr, bergab weniger) ist Teil des erweiterten Plans in der Yama-App.